Interviewfrage für Product Manager

Dein größter Kunde droht mit Kündigung, wenn du nicht etwas baust, das nur er braucht. Wie gehst du damit um?

Worauf der Interviewer abzielt, wie du deine Antwort aufbaust und ein gesprochenes Beispiel zum Anpassen.

Kurzantwort

Trenn den Wunsch vom dahinterliegenden Bedarf und prüf dann, ob sonst jemand ihn hat. Verallgemeinert sich der Bedarf, bau die allgemeine Version und mach den Kunden zum Design-Partner. Verallgemeinert er sich wirklich nicht, bepreise es als Custom-Arbeit mit einer Wartungsverpflichtung im Vertrag, oder lehn ab und schütz die Roadmap. Nimm es nie still als kostenlosen Sonderfall auf; so wird aus einem Produkt eine Beratung.

Warum Interviewer das fragen

Das ist eine Frage nach kaufmännischem Urteilsvermögen. Interviewer wollen sehen, dass du hinter die genannte Lösung schaust, dass du Verallgemeinerbarkeit an echten Belegen statt am Instinkt prüfst und dass du die langfristigen Kosten von Verzweigungen pro Kunde im Code verstehst. Sie wollen außerdem wissen, dass du Leadership und das Account-Team einbeziehst, statt eine umsatzrelevante Entscheidung allein zu treffen.

So baust du deine Antwort auf

  • Übersetz den Wunsch in den dahinterliegenden Bedarf.
  • Prüf andere Accounts und Support-Daten auf denselben Bedarf.
  • Biete drei echte Wege an: verallgemeinern, als Custom bepreisen oder ablehnen.
  • Lehn den stillen Sonderfall ab und erklär die langfristigen Kosten.
  • Bezieh das Account-Team und die Führung in die Entscheidung ein.

Beispielantwort

Gesprochenes Beispiel, erste Person

Zuerst trenne ich den Wunsch vom Bedarf, denn was ankommt, ist immer eine Lösung. Dann prüfe ich, ob sonst jemand diesen Bedarf hat, was meist einen Durchgang durch die letzten Monate an Sales-Calls und Support-Tickets bedeutet. Verallgemeinert es sich, freue ich mich, denn jetzt habe ich einen finanzierten Design-Partner für etwas, das ohnehin auf der Roadmap steht, und ich baue die allgemeine Version und sage dem Kunden klar, dass ich genau das tue. Verallgemeinert es sich wirklich nicht, ist die Wahl, es als Custom-Arbeit mit einer im Vertrag festgeschriebenen Wartungsverpflichtung zu bepreisen, oder Nein zu sagen und die Folgen zu tragen. Was ich nicht tue, ist es still als Sonderfall zu bauen, denn so landest du bei einer Codebasis voller Ein-Kunden-Zweige, die niemand mehr gefahrlos ändern kann. Und ich hätte gern das Account-Team und meine Führung in dieser Entscheidung, nicht nur mich.

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So funktioniert es

Nachfragen, mit denen du rechnen solltest

  • Wie erkennst du, ob die Kündigungsdrohung echt ist?
  • Was muss im Vertrag stehen, damit du Custom-Arbeit annimmst?
  • Wie verhinderst du, dass das Account-Team in Calls Features zusagt?

Weitere Fragen für Product Manager

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